Forex-Wörterbuch

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A

Absoluter Kurs – Der absolute Kurs ist eine Kombination des Anteils aus einem festen Zinssatz-Swap und einem Anteil, der flexibel oder fließend ist. Zinssatz-Swaps werden üblicherweise von Unternehmen verwendet, die sich gegen plötzliche und unerwartete Zinssatzänderungen absichern wollen. Wenn der Swap-Handel zu einem Aufschlag von 5% und 2% eines flexiblen Kurses, wie z.B. LIBOR und EURIBOR zu der Kombination hinzugefügt werden, ergibt das einen Gesamtkurs von 7%.

Abwertung – Wertminderung der Landeswährung. Mit anderen Worten handelt es sich um die Abwertung im Verhältnis zu Fremdwährungen und Gold. Beispielsweise waren im September 1992 in Großbritannien steigende Zinssätze während einer Wirtschaftsflaute ursächlich für die Abwertung des Pfunds. Am 16. September verlor das Pfund gegenüber der Mark 2,7% und wurde am selben Abend in New York zu 2,703 gehandelt.

Aggregiertes Risiko (Gesamtrisiko) – Maß für das Gesamtmarktrisiko eines Investors auf Spot- und Terminmarktverträgen. Zu den Investoren gehören Banken, Großunternehmen, Hedgefonds und andere Finanzinstitutionen. Per Definition besteht der Forex-Markt aus der handelnden Instanz und den Änderungen eines Wechselkurses zwischen zwei Währungen. Das Gesamtrisiko ist der Hauptindikator, den eine handelnde Instanz vor einem Trade abschätzen muss, um das maximal zu tragende Risiko zu ermitteln. Sobald dieses Maß ermittelt ist, können in dieser Position Limits gesetzt werden. Großunternehmen, wie die „too big too fail“ Banken haben höhere Limits für Gesamtrisiken als kleinere Unternehmen mit niedrigeren Bonitätsbeurteilungen.

Aggressor – Der Aggressor ist für gewöhnlich diejenige Partei, die eine Transaktion in Gang setzt. Auf Finanzmärkten ist der Aggressor normalerweise für den Orderfluss in eine bestimmte Richtung verantwortlich. Diese Rolle wird auf dem Forex-Markt von institutionellen Investoren übernommen. Aus diesem Grunde ist es in Zeiten hoher Volatilität (z.B. bei News-Trades) nicht unüblich, dass es nach der Veröffentlichung einer Nachricht hohe Spitzen gibt. In diesem Fall treiben institutionelle Investoren die Kurse durch ihre hohe Nachfrage aggressiv voran und hoffen, dass sie bei dem Abstoßen dieser Positionen auf den nicht-aggressiven Teil des Marktes Gewinne einfahren.

Anfängliche Margin – Der von dem Kunden vor Festlegung eines Trading-Limits einzuzahlende Betrag. Kann auch für die Beschreibung des Account-Startkapitals verwendet werden, das der Broker als Sicherheit für jeden gehebelten Trade voraussetzt. Die Anforderungen bezüglich der anfänglichen Margin sind von Broker zu Broker sowie von Land zu Land unterschiedlich. In den USA verlangt die FINRA von den Tradern eine anfängliche Margin von 25% auf den vom Broker als Hebel für den Trade erhaltenen Betrag.

Arbitrage – Gewinn aus der Kursdifferenz eines Vermögenswertes (wie z.B. eines Währungspaares), der auf mehr als einem Markt gehandelt wird. Damit Arbitrage-Möglichkeiten bestehen, muss das Währungspaar gleichzeitig auf zwei verschiedenen Märkten zu verschiedenen Kursen gehandelt werden. Eine sehr verbreitete Form der Arbitrage ist das Hedging. Dabei handelt es sich um den Kauf eines Wertpapieres auf einem Markt (z.B. dem Spot Forex Markt) und dem Verkauf der Optionen dieses Währungspaares auf einem anderen Markt (z.B. auf dem Markt für Währungsoptionen.) Arbitrage wird auch im Sport, beim Handel von ETFs (Exchange Traded Funds) und Kreditausfallversicherungen verwendet.

Ask (Briefkurs) – Der Kurs, zu dem ein Währungspaar oder Wertpapier zum Verkauf angeboten wird. Der Briefkurs ist der notierte Preis, zu dem ein Investor oder Trader ein Währungspaar kaufen kann bzw. der Kurs, zu dem ein Händler einem Trader das Währungspaar verkauft. Dieser Kurs ist auch bekannt als „Angebot“, „Briefkurs“ und „Briefpreis“. Bei Kursnotierungen gibt es immer zwei Kurse, der auf der rechten Seite ist stets der Briefkurs. Der Briefkurs ist immer höher als der Geldkurs (Bid). Zum Beispiel beträgt in der Kursnotierung „1.2346/1.2349” der Briefkurs 1,2349.

At-Or-Better – Der Begriff wird in Bezug auf eine Orderplatzierung verwendet und bedeutet, dass der Broker die Order des Traders zum gewünschten Kurs oder zu einem für den Trader günstigeren Kurs (bezogen auf die Spread-Kosten) ausführen muss. Normalerweise werden ausstehende Orders für solche Anfragen von Tradern zu Brokern verwendet.

At Limit – Die Order eines Traders oder eines Brokers, um einen Long-Trade zu einem Kurs auszuführen, der unterhalb des aktuellen Marktkurses liegt bzw. die Ausführung eines Short-Trades, der oberhalb des aktuellen Marktkurses liegt. Die Erwartung liegt darin, dass der Kurs zunächst entgegen der Erwartung des Traders verläuft, um anschließend entsprechend seiner Erwartung zu verlaufen. Eine „At-Limit“-Order reduziert das Absinken, das geschehen wäre, wenn die Order zum Marktkurs ausgeführt würde. Eine „At-Limit“-Order ist eine ausstehende Order.

At-Best – Die Order eines Traders oder Brokers, um einen Trade innerhalb kürzester Zeit zum bestmöglichen Kurs auszuführen. Eine At-Best-Order ist ausnahmslos eine sofortige Order, die zum Marktkurs ausgeführt wird und einer Abweichung unterliegen kann.

Aufwärts- und Abwärtsverhältnis – Verhältnis des Volumens, das an dem Tag höher geschlossen hat als zu Tagesbeginn zum Volumen, das an dem Tag niedriger geschlossen hat. Auf der New York Stock Exchange ist das Aufwärts- und Abwärtsverhältnis ein üblicher Indikator für Trends.

Ausstehende Order – Die Order eines Traders oder eines Brokers, um einen Long-Trade zu einem Kurs auszuführen, der unterhalb des aktuellen Marktkurses liegt bzw. die Ausführung eines Short-Trades, der oberhalb des aktuellen Marktkurses liegt. Die Erwartung liegt darin, dass der Kurs zunächst entgegen der Erwartung des Traders verläuft, um anschließend entsprechend seiner Erwartung zu verlaufen. Eine „At-Limit“-Order reduziert das Absinken, das geschehen wäre, wenn die Order zum Marktkurs ausgeführt würde. Eine „At-Limit“-Order ist eine ausstehende Order.

B

Basispunkt – Ein Basispunkt ist ein hundertstel eines Prozentpunktes oder 1/100 (0,01%). Der Begriff stammt aus der Zeit, als die „Basis“ oder der prozentuale Unterschied zwischen Spreads gehandelt wurden. Es handelt sich um einen allgemein üblichen Begriff zur Beschreibung der Veränderung von Zinssätzen. Wenn eine Zentralbank beispielsweise den Zins von 4,5% auf 5% erhöht, bedeutet das eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte oder 50 Basispunkte.

Basiswährung – im Bereich des Devisenhandels erfolgen Kursnotierungen in Währungspaaren. Dies geschieht aus dem einfachen Grund, weil eine Währung nicht mit sich selbst gehandelt werden kann. Eine Währung wird immer im Tausch gegen eine andere Währung gehandelt. Die erste Währung des Währungspaares ist die Basiswährung. Bei Wechselkursen erfolgt die Kursnotierung als Wert der anderen Währung in Verhältnis zu einer Einheit der Basiswährung. Wenn z.B. die Kursnotierung EUR/USD 1,3109 beträgt, wird 1,3109 Dollar benötigt, um eine Einheit der Basiswährung zu erwerben. Beispiele: USD/JPY: Der USD ist die Basiswährung. EUR/USD: Der EURO ist die Basiswährung.

Bear (Bär) – Ein Marktteilnehmer, der auf den Rückgang eines Marktes oder eines bestimmten Vermögenswertes setzt. Ein Bär ist ebenso ein Marktspekulant, ein Trader oder ein Investor, der auf den Kursverfall handelbarer Instrumente spekuliert. Aus diesem Grunde verkaufen Bären einen Vermögenswert wegen ihrer Stimmung oder Markterwartungen. Wenn es auf einem Markt mehr Bären als Käufer (Bullen) gibt, sinkt der Kurs des Vermögenswertes.

Bid (Geldkurs) – Der Kurs, zu dem ein Händler eine Währung von einem Investor oder Trader zu erwerben bereit ist bzw. der Kurs, zu dem ein Investor oder Trader eine Währung an einen Händler zu verkaufen bereit ist. Der Begriff ist auch als „Geldpreis“ bekannt. Bei Kursnotierungen gibt es immer zwei Kurse, der auf der linken Seite ist stets der Geldkurs. Der Geldkurs ist immer niedriger als der Briefkurs (Ask). Zum Beispiel ist in der Kursnotierung „1.2346/1.2349” 1.2346 der Geldkurs.

Bilanz – Das finanzielle Ergebnis aller vollständigen Transaktionen auf einem Trading-Account. Im Forex-Markt gibt es eine ungenutzte und eine genutzte Bilanz (die Margin des Eigenkapitals des Traders in einem gehebelten Handel). Die wahre Bilanz eines Trading-Accounts ist nur bekannt, wenn alle nicht realisierten Gewinne oder Verluste, sowie die anfängliche Margin (genutzte Bilanz) in die ungenutzte Bilanz miteinbezogen werden, nachdem alle Positionen geschlossen wurden.

Börsenkurs – Aktuelle Kursnotierung für ein Währungspaar. Zu diesem Kurs kann die Währung zum Tausch gegen eine andere Währung in Echtzeit verwendet werden. Die Marktorder eines Wertpapieres wird zu diesem Kurs ausgeführt.

Breakout (Ausbruch) – Ein Ausbruch passiert, wenn der Impuls einer Kursaktion so stark ist, dass der Kurs außerhalb der Unterstützung (Ausbruch nach unten) und des Widerstandes (Ausbruch nach oben) gerät. In der Regel geschehen Ausbrüche bei der Veröffentlichung wichtiger Nachrichten oder anderen Faktoren, die die Platzierungen von Orders in eine bestimmte Richtung bewirken.

Bulle – Ein Marktteilnehmer, der auf den Anstieg eines Marktes oder eines bestimmten Vermögenswertes setzt. Ein Bulle ist ebenso ein Marktspekulant, ein Trader oder ein Investor, der auf den Kursanstieg handelbarer Instrumente spekuliert. Aus diesem Grunde kaufen Bullen einen Vermögenswert wegen ihrer Stimmung oder Markterwartungen. Wenn es auf einem Markt mehr Bullen als Verkäufer (Bären) gibt, steigt der Kurs des Vermögenswertes.

Broker – Ein Agent, der die Kauf- und Verkaufsorders für Währungen und zugehörige Instrumente entweder gegen Provision oder für einen Spread ausführt. Broker sind Agenten, die gegen Provision handeln und nicht Auftraggeber oder Auftragnehmer, die auf eigene Rechnung handeln. Auf den Devisenmärkten agieren Broker vornehmlich als provisionsabhängige Vermittler zwischen Banken und Käufern bzw. Verkäufern. Die Provision wird entweder von dem Initiator oder von beiden Parteien getragen. Es gibt vier oder fünf weltweit tätige Großbroker, die durch Tochterunternehmen und verbundene Unternehmen in zahlreichen Ländern handeln.

Buy (Kauf) – Die Eröffnung einer Long- und die Schließung einer Short-Position. Im Grunde kaufen Trader dann, wenn die Erwartung besteht, dass der Kurs eines Vermögenswertes oder der Wechselkurs eines Währungspaares steigen wird. Eine Buy-Order im Forexmarkt ist eine sofortige Marktorder für den Erwerb eines Vermögenswertes zum (aktuellen) Marktkurs.

C

Cent Lot – Ein Cent Lot entspricht 1/1000 Micro Lots, wobei der Wert einer Tick-Bewegung des Kurses 1 Cent beträgt.

D

Direkte Kursnotierung – Diese Kursnotierung drückt aus, wie viel Einheiten der Landeswährung bzw. der betrachteten Währung für den Erwerb einer anderen Währungseinheit notwendig sind. Anstelle der üblichen Notierung für Euro vs. US-Dollar, die anhand der Basiswährung ausgedrückt wird (EURUSD = 0,9860), wird die direkte Kursnotierung durch der Gegenwährung zur Basiswährung dargestellt.

Diskontsatz – Der Zinssatz, zu dem eine Zentralbank Geld an das inländische Bankensystem verleiht. Der Begriff ist auch als Abzinsungssatz oder allgemein als Zinssatz in Wirtschaftskalendern bekannt. Zentralbanken agieren als Verleiher und letzte Instanz. Die Geschäftsbanken investieren die mit diesem Zinssatz geliehenen Geldmittel in ihre Kunden, entweder in Form von Krediten an Privatpersonen und Unternehmen oder in andere Anlageinstrumente. Sie müssen dabei Reservemittel bereithalten, um Transaktionen ausgleichen zu können. Manchmal gehen Geschäftsbanken diese Reservemittel aus. In diesem Fall können sie von den Zentralbanken Überbrückungskredite erhalten, die zu einem bestimmten Zinssatz zurückzuzahlen sind. Dieser ist als Diskontsatz bekannt.

Dealing Desk – Abteilung einer marktmachenden Broker-Firma, die für die Ausführung von Trades auf dem Forex-Markt verantwortlich ist. Dealing Desks verstehen sich als Vermittler zwischen dem Trader und dem Liquiditätsanbietern, sie bringen Käufer und Verkäufer zusammen und erfüllen Verkauf- mit Kauforders. Dealing Desks befinden sich auch in Banken und Finanzierungsgesellschaften.

Daytrading – Methode des Tradings, bei der Positionen am selben Tag eröffnet und geschlossen werden. Daytrading setzt voraus, dass der Trader den Markt anhand von kurzfristigen Charts analysiert (z.B. Minuten-Chart, 5-Minuten-, 15-Minuten- und Stunden-Chart), Währungspaare mit einem Bewegungspotential zwischen 10 und 100 Pips identifiziert, und schließlich den Trade unter Nutzung dieses Pip-Bereiches als Ziel- und Stoppkurs ausführt. Eine beliebte Daytrading-Methode ist der Handel bei Kursspitzen, die auf wichtige kursbeeinflussende Nachrichten folgen. Der Trader beabsichtigt in diesem Fall, die aus der Kursspitze resultierende Marktbewegung einzufangen.

Devisenhandel – Der Kauf oder der Verkauf einer Währung gegen den Kauf oder Verkauf einer anderen Währung. Wird auch zur Beschreibung des Marktes verwendet, auf dem Währungen mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt werden. Im alltäglichen Straßengebrauch wird der Begriff synonym zur Fremdwährung benutzt.

Diversifikation – Der Erwerb eines breiten Spektrums an Wertpapieren mit der Absicht der Risikominimierung: Der Kursverfall bestimmter Wertpapiere wird durch das Kurswachstum anderer Wertpapiere kompensiert. Die Geschichte der Firma Kimberly Clark ist ein Beispiel für erfolgreiche Diversifikation. Das Unternehmen war in den Bereichen Zellstoff und Papier tätig. Zu einem bestimmten Zeitpunkt stellte das Management fest, dass dem Unternehmen Schwierigkeiten in der weltweiten Expansion drohen würden. Als Hauptmaßnahme wurden der Eintritt in einen neuen Markt, eine neue Branche und eine neue Strategie beschlossen. Kimberly Clark gründete im Bereich Papierkonsumgüter das Unternehmen Procter & Gamble, das fortan die „Haggies“-Windeln und Kosmetika produzierte. Das Ziel einer erfolgreichen Diversifikation wurde somit erreicht.

E

EA (Expert Advisor) – Ein Expert Advisor oder Forex-Roboter ist eine Software, deren Algorithmus auf einer Tradingstrategie basiert und zum automatischen Öffnen und Schließen von Trades programmiert ist. Dies geschieht auf Grundlage der programmierten Tradingstrategie.

ECN-Broker – Ein ECN-Broker bietet seinen Kunden direkte Ausführung und Kursbildung ohne Eingriff durch ein Dealing Desk. ECN-Broker erhalten ihre Kurse ohne Umweg von einem Liquiditätsanbieter und können diese Kurse ohne Beeinträchtigungen oder Aufschläge an ihre Kunden weitergeben. Daher bieten ECN-Broker das transparenteste Kursmodell auf dem Markt.

Eigenkapital – Guthaben auf dem Trading-Account. Das Eigenkapital wird durch folgende Formel berechnet: Guthaben + schwebende Gewinne – schwebende Verluste. Somit besteht das Eigenkapital aus dem ungenutzten Guthaben auf dem Konto zuzüglich der Differenz aus offenen Gewinnen und offenen Verlusten aus aktiven Trades.

Erforderliche Margin – Garantie (in Geldmitteln), die erforderlich ist, damit der Händler eine offene Position aufrechterhält. Auf gehebelten Märkten muss der Trader eine Margin bereitstellen, um offene Trades gegen Verluste abzusichern. Die erforderliche Margin wird als erstes aufgebraucht, bevor der Broker einen Margin Call ausruft und die Position schließt. Wenn der Trader über genügend erforderliche Margin verfügt, wird kein Margin Call ausgerufen und dementsprechend auch keine Position geschlossen.

European Monetary System (EMS) / Europäisches Währungssystem – Wirtschaftliche Zusammenarbeit der EU-Staaten im Bereich der Währung mit dem Ziel, ein stabiles Verhältnis zwischen den Währungskursen zu schaffen. Ein weiteres Ziel besteht in der Förderung und Stabilisierung von Außenwirtschaftsbeziehungen im Allgemeinen.

Exotische Währung – Exotische Währungen werden nur selten gehandelt und haben eine dementsprechend geringe Liquidität und sehr weite Spreads. Beispiele für exotische Währungen sind die Schwedische Krone (SEK), die Norwegische Krone (NOK) und die Türkische Lira. Auf Forex-Plattformen haben solche Währungspaare normalerweise sehr weite Spreads. Z.B. hat der EURSEK auf einigen Plattformen Spreads bis zu 50 Pips. Infolgedessen haben diese Währungspaare eine hohe Intraday-Spanne. Beispiele für exotische Währungen sind EURSEK, EURNOK, USDZAR, usw.

F

Fakeout – von einem Fakeout spricht man, wenn ein Trader auf dem Markt aufgrund von Analyse mit technischen Indikatoren eine Position aufnimmt, das Ergebnis jedoch von der Erwartung abweicht. Fakeouts geschehen oft, wenn der Trader für die technische Analyse nur einen einzigen technischen Indikator heranzieht.

Fill (Ausführung) – Ausführungsprozess der Kauf- oder Verkaufsorder von einem Kunden für ein Währungspaar. In einer ECN-Umgebung geschieht die Ausführung einer Kundenorder üblicherweise zu einem Kurs des Liquiditätsanbieters. In einer Dealing-Desk-Umgebung wird die Kundenorder nicht unbedingt zum gewünschten Kurs ausgeführt, insbesondere nicht bei hoher Volatilität auf dem Markt.

Fünfstellige Kursfestsetzung – In diesem System wird der Kurs von Währungspaaren mit 5 anstatt der sonst üblichen 4 Nachkommastellen angegeben. Der Kurs für EURUSD bei fünfstelliger Kursfestsetzung würde z.B. als 1.31092 festgelegt. Hierbei handelt es sich um ein genaueres Kursfestsetzungsmodell auf dem Forex-Markt, das bei ECN-Brokern allgemein üblich ist.

Fester Spread – Bei einem festen Spread ist die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs stets gleich hoch, ganz unabhängig von Marktnachfrage oder Volatilität. Feste Spreads sind ein Merkmal für Dealing-Desk-Trading auf dem Forex-Markt.

Flat – Dieser Begriff hat drei Bedeutungen. Im Forex beschreibt er, dass man sich weder in einer Long- noch in einer Short-Position befindet. Es handelt sich also um ein Handelsbuch, das nicht dem Markt ausgesetzt ist. Eine weitere Bedeutung ist eine Anleihe ohne anfallende Zinsen oder ein Zustand, in dem ein Kurs weder steigt noch fällt (flacher Markt).

G

Gap (Lücke) – Eine Kursspanne, in der keine Kursnotierungen stattgefunden haben. Normalerweise entsteht eine Lücke nach einem nachbörslichen Trading, das den Kurs eines Vermögenswertes etwas weiter vom Schlusskurs treibt. Somit entsteht ein Bereich, in dem keine Kursnotierungen stattfinden. Gaps entstehen bei hinreichender Volatilität und bei Erscheinen von marktbewegenden Nachrichtenmeldungen, wie z.B. Jahresberichten nach den üblichen Handelszeiten.

Gegenüber – der Teilnehmer einer Finanztransaktion. Eine Gegenpartei ist ein Marktteilnehmer, der auf dem Markt die Gegenseite zu einem Trader einnimmt. Auf dem Forexmarkt agieren die Marktmacher üblicherweise als Gegenpartei einer Forex-Transaktion.

Genutzte Margin – Anteil des Account-Eigenkapitals eines Traders, der für (einen) Trade(s) auf dem Forex-Markt bestimmt ist. Immer wenn ein Trader auf dem Forex-Markt eine Position eröffnet, wird etwas Geld von seinem Account-Eigenkapital als Sicherheit für den vom Broker bereitgestellten Hebel entnommen. Das ist die genutzte Margin.

Gesperrte Positionen – Kauf- und Verkaufspositionen für denselben Vermögenswert mit dem gleichen Tradingvolumen. Die Sperrung von Positionen ist eine Notfallmaßnahme im Rahmen des Hedging, die eine Ausweitung schwebender Verluste verhindern soll, wenn sich der Trade entgegen der Position des Traders entwickelt. Wenn ein Trade in eine bestimmte Richtung fehlzuschlagen droht und die Wahrscheinlichkeit weiterer Rückschläge besteht, kann der Trader entscheiden, eine Order in entgegengesetzter Richtung zu platzieren. Somit sollen weitere Verluste eingeschränkt und Zeit gewonnen werden, um die Position zu beurteilen.

Gewinn – Ertrag des Kunden aus einer durchgeführten Transaktion. Der Kunde kann entweder den Ertrag aus einem einzelnen Trade oder die Erträge mehrere Trades aus einem bestimmten Zeitraum als Gewinn betrachten. Bei einem einzelnen Trade wird ein Gewinn erzielt, wenn der Kurs einer Position entsprechend der Erwartungen des Traders verläuft. Bei einem Long-Trade wird ein Gewinn erzielt, wenn der Preis eines Vermögenswertes steigt. Bei einem Short-Trade muss der Kurs entsprechend fallen. Bei Betrachtung der Profitabilität über einen bestimmten Zeitraum wird Gewinn erzielt, wenn es mehr gewinnträchtige Trades als verlustträchtige gibt.

Gewinn-Verlust-Verhältnis – Verhältnis der Anzahl von Gewinn- gegen Verlustsituationen. Beim Gewinn-Verlust-Verhältnis wird der Gewinn oder Verlust der einzelnen Trades nicht berücksichtigt. Ausschließlich die Anzahl der Trades auf spielt auf beiden Seiten der Formel eine Rolle.

Gewinnsicherung – System unter Nutzung einer Trailing-Stop-Order (d.h. ein Stop-Loss einige Pips unterhalb {für Long-Orders} oder oberhalb {für Short-Orders}) für einen aktiven Forex-Trade mit nichtrealisierten Gewinnen. Der Trailing-Stop folgt dem Marktkurs und hält dabei einen in Pips festgelegten Abstand, wenn der Trade zugunsten des Traders verläuft. Die Gewinne werden gesichert, indem der Abstand nicht mehr starr bleibt, wenn sich der Trade zu Ungunsten des Traders entwickelt.

Good Till Cancelled Order (GTC) – Kauf- oder Verkaufsorder, die offen bleibt, bis sie ausgeführt oder gestrichen wird. Eine Good Till Cancelled Order wird von einem Trader verwendet, wenn er/sie der Auffassung ist, dass die Bedingungen, unter denen ein Vermögenswert unabhängig von der Zeitdauer gehandelt wird, vorteilhaft sind.

H

Harte Währung – Währung, die aufgrund der Stabilität des Herkunftslandes und dessen Reputation im weltweiten Handel international verwendet wird und allgemein anerkannt ist. Folglich werden solche Währungen weltweit nachgefragt, was zu einer hohen Liquidität der entsprechenden Währung führt. Als Beispiel ist der US-Dollar zu nennen, der für die Abrechnung der meisten internationalen Transaktionen verwendet wird. Der Wert von harten Währungen unterliegt keinen großen Schwankungen.

Hebel – Verhältnis zwischen dem Geldbetrag auf dem Account (Einzahlungsbetrag) und den angebotenen Geldmitteln. Trades auf dem Forex-Markt werden in einer Spanne von zehntausenden (Mini-Lot-Accounts) und hunderttausenden (Standard-Lot-Accounts) durchgeführt. Viele Trader können sich solche Beträge nicht leisten, darum bieten Broker ein bestimmtes Größenverhältnis zum Trading-Kapital an, damit der Trader den Verpflichtungen aus dem Trade nachkommen kann. Diese vom Broker geliehenen Geldmittel werden Hebel genannt. Die Höhe des zu nutzbaren Hebels hängt von dem Verhältnis der Trader-Geldmittel zu den Broker-Geldmitteln ab. Zum Beispiel beträgt der Mindesthebel in den USA 1:50, so dass der Broker dem Trader für jede 1000 $ einen Betrag von 50.000 $ gegenüberstellen kann.

Hedging – An insurance operation against adverse market changes through a counter-purchases or sales of assets. This is the active use of an opposing position in another market to cover for any losses that may be incurred from an investment in a certain market.

Hedge – Transaktion, die das Risiko einer bestehenden Investment-Transaktion minimiert. Ein Hedge ist eine Transaktion, die für die Deckung möglicher Verluste eines anderen Investments benutzt wird. Ein Beispiel für einen Hedge ist die Verwendung einer Short-Option auf dem Währungs-Terminmarkt zur Deckung einer Long-Position auf dem Forex-Spotmarkt. Ein Hedge ist so gestaltet, dass die Verluste der Hedging-Position im Falle eines erfolgreichen gehedgten Investments weitaus geringer ausfallen als die Gewinne des gehedgten Trades. Wenn der gehedgte Trade negativ verläuft, wird der Gewinn des gehedgten Trades höher sein als die Verluste des gehedgten Trades.

Hedging – Sicherungsmaßnahme gegen nachteilige Marktänderungen, durchgeführt mit Gegenkäufen oder –Verkäufen. Es handelt sich um die aktive Anwendung einer Gegenposition auf einem anderen Markt zur Deckung von Verlusten, die aufgrund des Investments auf einem bestimmten Markt entstehen können.

Hedged Margin – Das Halten von gleich hohen aktiven Positionen auf der Kauf- und der Verkaufsseite gleichzeitig. Wenn ein Trader 0.5 Lots EURUSD einer Long-Order und 0.5 Lots EURUSD einer Short-Order hält, wird der Nettogewinn bzw. Nettoverlust so lange neutralisiert, bis eine der Positionen geschlossen wird. Auf Accounts mit hohem Guthaben funktioniert dies sehr gut als Hedging-Strategie. Zum Beispiel kann diese Strategie angewendet werden, wenn der Trader unsicher über den Ausgang einer Transaktion ist, aber keine Zeit für einen Hedge auf einem anderen Markt hat.

I

Indirekte Kursnotierung – System der Währungskursnotierung, in dem ausgedrückt wird, wie viele Einheiten einer Fremdwährung für den Erwerb einer Einheit der Landeswährung verwendet werden. Die indirekte Kursnotierung hängt somit von dem Referenzland ab. Wenn der Trader in Kanada ist und USD/CAD auf indirekte Weise ausdrücken will, benennt er, wie viele Einheiten USD für den Erwerb von 1 CAD nötig sind, z.B. 1.0078 = 1 CAD.

Interbankenmarkt – Ein Finanzmarkt für den ausschließlich bankeninternen Handel von Währungen, Geldmarkt und weiteren Finanzinstrumenten. Es handelt sich um einen Markt nur für die Banken, andere Investoren sind hier nicht gestattet. Ein Beispiel für einen Interbankenmarkt ist die Interbank Currency Auction, auf der Zentralbanken Währungen an Geschäftsbanken verkaufen, die diese wiederum an ihre Kunden weiterverkaufen.

Interbanken-Zinssatz-Übertrag – Erträge in Zusammenhang mit dem Halten von Devisenpositionen über Nacht. Vorausgesetzt wird, dass die Währungspaare dieser Position unterschiedliche Zinssätze für denselben Zeitraum haben. Der Zinssatz –Übertrag ist die Grundlage für den Übertrag-Trade, bei dem Trader nach Währungspaaren suchen, die eine Hochzinswährung und eine Niedrigzinswährung beinhalten.

K

Konsolidierung – eine Konsolidierung liegt vor, wenn die Kurse auf dem Markt in während eines bestimmten Zeitraums von gering gehandelten Kursbereichen geprägt sind. Sie tritt ein, wenn sich die Mehrheit der Trader auf der Seitenlinie befindet und die Handelsvolumen entsprechend gering sind.

Kreuzkurs – Wechselkursnotierung, die nicht den US-Dollar beinhaltet. Mit anderen Worten ist ein Kreuzkurs der Wechselkurs zwischen zwei Kreuzwährungen. Laut einer anderen Definition handelt es sich um den notierten Wechselkurs zweier Währungen in einem Land, in dem keine der beiden Währungen die Landeswährung darstellt.

Kurs – Der Kurs einer Währung wird in den Einheiten einer anderen Währung angegeben. Der Kurs ist der Preis der Gegenwährung (der zweiten Währung des Währungspaares) für eine Einheit der Basiswährung (der ersten Währung des Währungspaares). Wenn der Kurs EURUSD als 1.2940 angegeben wird, verkauft der Trader also einen Euro für 1.2940 US-Dollar.

Kursnotierung – Der Kurs eines Wertpapieres während des Kaufs oder Verkaufs. Die Kursnotierung wird immer in Brief- und Geldkurs angezeigt. Der Kurs der Gegenwährung (Kurswährung) ist stets auf eine Einheit der Basiswährung bezogen. Eine Kursnotierung besteht aus dem höchsten Kurs für den Vermögenswert, den der Trader zu zahlen bereit ist und dem niedrigsten Kurs, den der Händler zu akzeptieren bereit ist. Eine typische Kursnotierung für den EURUSD ist 1.2940/1.2943. Der erste Kurs ist der Geldkurs, der zweite ist der Briefkurs. Beide Kurse deuten darauf hin, wie viele Einheiten der Gegenwährung (in diesem Fall der USD) für den Kauf einer Einheit der Basiswährung (in diesem Fall EUR) benötigt werden.

Kurs-Feed – Kursnotierungen eines jeden Wertpapiers, die in das System gelangen. Genauer gesagt handelt es sich um einen Hochgeschwindigkeits-Stream von Daten, die die Informationen zu den Kursen in Echtzeit und ohne Verzögerung liefern. Das Kursnotierungs-Level der Broker-Plattform (Level I, II oder III) gibt an, wie schnell die Daten zum Endnutzer gelangen.

Kurswährung – Zweite Währung in einem Währungspaar, für die der Kunde eine Basiswährung verkaufen/kaufen kann. Zum Beispiel ist im Währungspaar USD/JPY der Japanische Yen die Kurswährung. Die Kurswährung wird auch Gegenwährung genannt, weil der Wechselkurs normalerweise auf Grundlage einer Einheit der Basiswährung festgelegt ist. Bei den Kurs USDJPY 79.34 bedeutet die Zahl „79.34“ somit, dass 79.34 Yen für den Kauf eines USD benötigt werden.

L

Limit und Stop Levels – Kursstände, bei denen der Trader für seine Forex-Trades Take-Profit- oder Stop-Loss-Ziele gesetzt hat. Bei einigen Plattformen muss der Trader die Take-Profit und Stop-Loss-Ziele mit einer Limit- und Stop-Order setzen. Die für diese Ziele bestimmten Kursstände werden Limits und Stop-Levels genannt.

Limit-Order – Eine Order zur Ausführung einer Transaktion zu einem festgelegten Kurs (dem Limit) oder einem besseren Kurs. Eine Limit-Order zum Kauf wird zum Limit oder niedriger ausgeführt, eine Limit-Order zum Verkauf wird zum Limit oder besser ausgeführt. Dieser Order-Typ wird verwendet, wenn der Trader erwartet, dass der vor dem weiteren Anstieg Markt nachgibt (im Falle eines Kauf-Limits) oder vor dem Nachgeben ansteigt (im Falle eines Verkauf-Limits). Eine weitere Methode für die Nutzung der Limit-Order in einem offenen Trade ist die Setzung eines Gewinnzieles, so dass der Trade automatisch im Gewinnbereich geschlossen wird, wenn das Limit-Ziel erreicht wird.

Liquider Markt – Ein Markt mit einer großen Anzahl von Käufern und Verkäufern und einem entsprechend hohem Handelsvolumen. Eine Ausführung zu übereinstimmenden Kursnotierungen ist somit nicht schwer, weil sich immer ein Käufer und ein Verkäufer für jeden Order-Typ finden lassen. Orders in einem liquiden Markt werden sofort ausgeführt.

Liquidität – Verhältnis zwischen Transaktionsgröße und Kursbewegungen. Beispielsweise ist ein Markt „liquide“, wenn eine große Anzahl von Transaktionen durchgeführt werden kann und dabei nur geringe Kursveränderungen stattfinden. Der Forex-Markt wird im Allgemeinen als sehr liquide angesehen, weil sich die durchgeführten Transaktionen im Bereich mehrerer hundertrausend, Millionen und Milliarden von Dollar bewegen. Wenn Trader lediglich einige hundert oder tausend Dollar einsetzen können, kommen die Marktmacher ins Spiel. Sie erwerben Postionen von den Liquiditätsanbietern und funktionieren somit als Brücke über die Liquiditätslücke, indem diese Positionen in kleineren Portionen an die Trader weiterverkauft werden.

Long-Position – Eröffnung einer Kaufposition für einen Vermögenswert mit der Erwartung, von steigenden Kursen zu profitieren. Im Forex umfasst eine Long-Position den Kauf der Basiswährung und den gleichzeitigen Verkauf entsprechender Einheiten einer Gegenwährung.

Lot – Einheit für Währungstransaktionen. Ein Lot ist das Maß für das im Forexhandel investierte Trading-Volumen und entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung einer Forex-Transaktion. Ein Standard-Lot kann in Mini-Lots (ein Tausendstel eines Lots bzw. 1/1000 Lot) und Micro-Lots (ein Millionstel Lot bzw. 1/1.000.000 Lot) aufgeteilt werden.

M

Margin – Garantie, die ein Händler von einem Trader fordert, um eine offene Position aufrechtzuerhalten bzw. eine geschlossene Position aufrechtzuhalten, die der Kunde zu öffnen gedenkt. Jedes Tool, jeder Vermögenswert und jeder Markt hat eigene Margin-Anforderungen. Die Margin verläuft bei einem gehebelten Trade parallel.

Margin Call – Anforderung zusätzlicher Geldmittel in einem Margin-Account. Der Grund liegt darin, dass entweder das Eigenkapital des Accounts unter einen geforderten Mindestbetrag gefallen ist (auch Maintenance-Call genannt) oder weil weitere Währungen erworben (oder short verkauft) wurden. Üblicherweise muss der Trader bei einem gehebelten Trade über eine anfängliche Margin verfügen. Wenn der Trade einen schwebenden Verlust erleidet, wird dieser von der Margin des Traders und nicht von den gehebelten Geldmitteln abgezogen. Falls der Verlust das Eigenkapital des Traders zu eliminieren droht, wird der Broker einen Margin-Call durchführen und den Trader um die Einzahlung weiterer Geldmittel bitten. Andernfalls riskiert der Trader die automatische Schließung der Position, damit die gehebelten Geldmittel geschützt bleiben.

Margin-Call -Level – Kursbereich eines Vermögenswertes, bevor der Broker den Trader um Einzahlung weiterer Geldmittel auf seinen Account bittet, um die Schließung aller offenen Positionen zu vermeiden. Vor der Anmeldung zu einem gehebelten Trading-Account auf dem Forex-Markt muss der Trader zustimmen, dass zur Berechnung der Positionsschließung ein bestimmter Kursbereich genutzt wird. So soll im Falle eines missglückten Trades das Eigenkapital des Brokers geschützt werden. Dieser Bereich wird Margin Call Level genannt.

Markttiefe – Größe einer Order, die zur Bewegung des Marktes in eine bestimmte Richtung führt oder den Kurs eines Vermögenswertes zu einem bestimmten Grad beeinflusst. Eine gesteigerte Markttiefe bedeutet, dass es auf dem Markt eine hohe Liquidität gibt, während eine geringe Markttiefe ausdrückt, dass der Vermögenswert illiquide ist. Bei einer großen Markttiefe lassen sich leichter Kurse mit einem geringen Spread ermitteln, die Orderausführung erfolgt unverzüglich.

Marktmacher – Eine Person oder ein Unternehmen, das durch die Stellung zweiseitiger Kurse (Angebot und Nachfrage) Liquidität bereitstellt. Auf dem Forex-Markt erfordern Transaktionen höhere Volumen, um große Kursschwankungen zu vermeiden. Dies wiederum setzt voraus, dass die Trader große Handelsvolumen von mindestens einigen hunderttausend bis mehreren Millionen Dollar umsetzen. Weil sich viele Trader derartige Umsätze nicht leisten können, kommen die Marktmacher ins Spiel. Sie kaufen Vermögenswerte auf und halten sowohl Kauf- und Verkaufspositionen, die dann in kleineren Portionen von einigen zehntausend Dollar pro Transaktion an Trader weiterverkauft werden.

Marktorder – Eine durch den Kunden erteilte Order für den sofortigen Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres zum Marktkurs. Kann auch als Anweisung des Kunden an den Broker, die Order für einen Vermögenswert sofort zum aktuellen Marktkurs auszuführen.

Marktkurs – Aktueller Kurs eines Vermögenswertes auf dem Markt. Wenn beispielsweise der Kurs eines Währungspaares in Echtzeit zu 1.2890/1.2893 notiert ist, ist dies der Marktkurs für diesen Vermögenswert.

Maximales Lot – Maximal zulässige Trade-Größe bzw. Trade-Volumen für einen Trader auf der Trading-Plattform seines Brokers.

Minimales Lot – Mindestens erforderliche Trade-Größe bzw. Trade-Volumen für einen Trader auf der Trading-Plattform seines Brokers. Einige Broker erlauben ein Mindestlot von 0.1, während andere 0.001 Lots (1 Micro-Lot) erlauben.

Mindestschritt – Kleinster Grad der Veränderung des Trade-Volumens eines Vermögenswertes, den der Trader erwerben kann. Ein Standard-Lot-Account mit einer Mindestlotgröße von 1 Lot und einem Mindestschritt von 0.1 ermöglicht dem Trader beispielsweise den Erwerb von 1.1, 1.2, 1.3, 1.4 Lots dieses Vermögenswertes, bei einer Zunahme bzw. Abnahme von 0.1 Lots (dem Mindestschritt).

N

NASDAQ-Index – Nachbörslicher, vollelektronischer Index, spezialisiert auf die Aktien führender Technologieunternehmen. Der 1971 als Nachfolger des Over-the-Counter-Marktes (OTC) gegründete Index stellt den Kursverlauf als gewichteten Durchschnitt dar. Der Handel der NASDAQ-Wertpapiere erfolgt im Gegensatz zu den auf dem Parkett gehandelten Wertpapieren der NYSE auf elektronischem Wege in Online-Börsen. Er wird als Aktienindexwert gehandelt. Obwohl der NASDAQ-Index vornehmlich als Technologieindex bekannt ist, enthält er auch Pharmaunternehmen.

No Dealing Desk – Kursbelieferung von Liquiditätsanbietern an Trader, ohne dass eine Abteilung beim Broker als Trade- oder Kursnotierungsvermittler agiert. ECN-Broker arbeiten mit einer No Dealing Desk Umgebung.

Nichtrealisierte (schwebende) Gewinne/Verluste – Nichtrealisierte Gewinne oder Verluste liegen vor, wenn eine aktive Position auf dem Markt in einen Gewinn- oder Verlustbereich gelangt ist, der Trade jedoch noch nicht geschlossen wurde und somit das Eigenkapital noch nicht betroffen ist.

Nichthandels-Transaktion – Die folgenden Arten von Transaktionen auf einem Trading-Account sind Nichthandels-Transaktionen: Einzahlungen, Auszahlungen, Tilgung und Kreditverlängerung. All diese vom Trader durchgeführten Transaktionen stellen kein Trading dar.

O

Order – Kundenorder zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge zu einem bestimmten Kurs. Es gibt mehrere Arten von Ordern, die zu zwei Hauptarten zusammengefasst werden: Marktordern und ausstehende Ordern. Markt-Kauf und Markt-Verkauf sind Sofort-Ordern (Markt-Ordern), wohingegen folgende Ordertypen zu den ausstehenden Ordern gehören: Cancels the Other (OCO), Buy Stop, Sell Stop, Buy Limit, Sell Limit, Entry Limit/Stop, Good till Day (GTD) and Good Till Cancelled (GTC).

Offener Markt – Der Begriff „Offener Markt“ beschreibt einen Markt, der für alle Teilnehmer uneingeschränkt offen ist. Auch ein liberalisierter Markt wird so bezeichnet. Vor 1997 war der Forex-Markt kein offener Markt. Nach der Deregulierung im selben Jahr waren auf dem Forex-Markt auch private Trader zugelassen, somit wurde er ein „Offener Markt“.

Offene Position – Sämtliche Positionen (Short oder Long), die den Einflüssen des Marktes ausgesetzt sind und noch nicht durch eine entsprechende Transaktion geschlossen wurden. Bei Forex-Plattformen gibt es einen Reiter, der alle offenen Positionen anzeigt. Diese Informationen sind insbesondere dann von Bedeutung, wenn der Trader mehrere solcher Positionen offen hat. Somit ist eine Nachverfolgung möglich, zudem kann der Trader diese Informationen nutzen, um das Risiko abzuschätzen, dem er ausgesetzt ist.

P

Pip – Kleinste Veränderung eines Fremdwährungskurses, entweder nach oben oder nach unten. Ein Pip ist als prozentualer Zinspunkt bekannt und gleich 0.0001 oder einem Zehntausendstel. Bei dem Yen beträgt ein Pip 0.01.

Preis – Der Kurs, zu dem eine als Grundlage dienende Währung gekauft oder verkauft werden kann. Üblicherweise wird der Kurs dem Kunden durch Marktmacher (indirekt) oder von den Liquiditätsanbietern (Banken) direkt in einer Non-Dealing-Desk-Umgebung zur Verfügung gestellt. Währungskurse werden durch Nachfrage auf dem Markt oder Eingriffe der Regierung beeinflusst.

Provision – Bonus eines Brokers für die Ermöglichung von Transaktionen. Eine Provision unterscheidet sich vom Spread. Letzterer ist die Differenz zwischen dem Kurs, den der Broker für den Vermögenswert zu zahlen bereit ist, und dem Kurs, zu dem der Broker zum Rückkauf des Vermögenswertes vom Trader bereit ist. Eine Provision ist die Gebühr, die für die Ermöglichung einer Transaktion erhoben wird. Im Forexmarkt werden Provisionen ausschließlich in einer ECN-Umgebung erhoben, um die Kosten des für die elektronische Kommunikation notwendigen FIX-Protokolls zu decken.

Punkt – Das Wort „Punkt“ wird auf den Finanzmärkten unterschiedlich interpretiert. Zum einem bedeutet es die kleinste Kursänderung eines Vermögenswertes oder Währungspaares. Wenn z.B. der ursprüngliche Kurs eines Wertpapieres 1.3550 war und dann auf 1.3545 gefallen ist, beträgt der Unterschied 5 Punkte. Mit einem Punkt kann auch ein „Basispunkt“ gemeint werden. Dieser entspricht einem hundertstel Prozentpunkt oder 1/10000. Gemeinhin wird dieser Begriff verwendet, um für eine Währung die Änderung des Zinssatzes in einem Jahr darzustellen. Eine weitere Bedeutung ist der Prozentpunkt, also die arithmetische Differenz zwischen zwei Prozentsätzen.

R

Requotes – Dieses Phänomen tritt auf, wenn sich die Kurse in der Zeit zwischen Bekanntgabe und dem Klick auf die Orderausführungs-Schaltfläche durch den Trader geändert haben. Der Trade wird nicht ausgeführt. Der Trader wird stattdessen gefragt, ob er den neuen Kurs akzeptieren möchte. Falls innerhalb weniger Sekunden keine Entscheidung getroffen wird, wird die Order gestrichen.

Requotes – This is a phenomenon that occurs when prices have moved between the time that they are displayed and the time the trader clicks on the order execution button on his platform. The trade is not executed; rather the trader is asked to either accept the new price for his order to be executed, or the order execution is cancelled if no action is taken in a matter of seconds.

Rohstoffe – Handelbare Finanzinstrumente, deren Verträge auf wertvollen Substanzen beruhen, die entweder aus der Erde (Harte Rohstoffe wie z.B. Gold, Erdgas, Öl) oder aus der Landwirtschaft gewonnen werden (Mais, Kaffee, Kakao, Weizen).

Rollover – Übertragung der Wertstellung einer offenen Position auf den nächstmöglichen Wertstellungstag. Bei Forex kann dies abhängig von dem Zinsunterschied zwischen den gehandelten und auf den nächsten Wertstellungstag zu übertragenden Währungen entweder zu einem Zinsertrag oder zu einer Zinsaufwand führen.

S

Scalping – Trading-Verfahren, bei dem Positionen innerhalb weniger Minuten eröffnet und wieder geschlossen werden. Das Ziel ist die Mitnahme kleinerer Kursbewegungen, um sie nach und nach zu größeren Gewinnen aufzubauen. Scalper nutzen größere Positionen, um mehr durch kleinere Pip-Ziele mehr Geld zu verdienen.

Schwache Währung – Eine Währung, deren Wert oft Schwankungen – für gewöhnlich nach unten – unterliegt. Kann auch zur Beschreibung einer Währung verwendet werden, die auf niedrigem Niveau gegen andere Währungen gehandelt wird oder bei Währungen, für die große Mengen umgetauscht werden müssen, um eine Devise zu erhalten.

Schwankungs-Margin – Tagesaktuell berechnete Geldmittel, die benötigt werden, um das Eigenkapital eines Accounts zurück auf die anfängliche Margin zu bringen. Wenn die für die Aufrechterhaltung benötigte anfängliche Margin unterhalb der Aufrechterhaltungs-Margin fällt, wird der Broker den Trader auffordern, den Account so auszugleichen, dass er oberhalb der Aufrechterhaltungs-Margin liegt.

Schwebende Gewinne und Verluste – Nicht eingetragene Gewinne/Verluste offener Positionen eines bestimmten Mittels zum aktuellen Kurswert. Eine andere Bezeichnung für schwebende Gewinne und Verluste sind nichtrealisierte Gewinne oder Verluste. Bei einer offenen Position sind sämtliche Gewinne oder Verluste des aktiven Trades als schwebende Gewinne oder Verluste anzusehen. Solange die Positionen offen sind, stellt jeder angezeigte Gewinn oder Verlust einen schwebenden Gewinn/Verlust dar.

Short-Verkauf – Verkauf eines Vermögenswertes, mit der Absicht, es zwecks Gewinnerzielung zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen. Eine andere Bezeichnung dafür ist Leerverkauf. Short-Verkauf funktioniert, indem der Vermögenswert vom Händler geliehen und zu einem höheren Kurs verkauft wird, um anschließend auf einen Kursverfall zu warten, ihn zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen und ihn schließlich mit Gewinn an den Händler zurückzugeben.

Short-Hedge – Verlustabsicherungs-/Hedging-Methode, bei der der Trader Termin- oder Optionskontrakte leer verkauft, um Verluste aus einer bearishen Kursbewegung abzufedern. Wenn der Trader eine Aktie besitzt und der Kurs rückläufig ist, kann er Optionskontrakte so einsetzen, dass der Gewinn durch die Ausübung der Option höher ist als der Verlust durch das Aktiengeschäft.

Short-Position – Die Situation, in der Währungsverkauf durchgeführt wurde und durch einen entsprechenden Kauf gedeckt werden muss. Eine Short-Position wird durch den Trader vorausgesetzt, wenn er einen Kursverfall vermutet. Im Forex-Markt wird das ausgeführt, indem die Basiswährung verkauft, die Gegenwährung gleichzeitig verkauft wird und die Währungen anschließend zurückgetauscht. Dazu wird die Basiswährung mit der Gegenwährung, die dann einen höheren Wert aufweist, zu einem niedrigeren Kurs gekauft.

Sofortige Ausführung – The current market price of a currency that normally settles in 2 business days (1 day for USD/CAD). Usually, the price at which the trade was closed is the spot price and this is the price at which the asset is settled in a time frame of T + 2 days, including the day of the ‘T’, the transaction.

Spanne – Differenz zwischen dem Höchst- und dem Tiefstkurs eines bestimmten Zeitraums. Die Spanne ist die Distanz zwischen den Hochs und den Tiefs eines Vermögenswertes in demselben Zeitfenster. Die Spanne kann für einige Handelsentscheidungen verwendet werden, so z.B. wo Gewinnziele anzusetzen und wo Stops festzulegen sind. Die Spanne kann dem Trader auch eine Aussage darüber liefern, wie viel Bewegung ein Währungspaar während eines bestimmten Zeitraums hatte. Die Erkennung einer Spanne ist zudem Grundlage für die sog. Range-Trader, die üblicherweise bei Kurstiefs kaufen und bei Kurshochs verkaufen, dann bei Kurshochs verkaufen und bei Kurstiefs aussteigen.

Spot-Markt – Ein Markt, auf dem die Teilnehmer echte Finanzinstrumente (Währungen) bei zweitägiger Lieferzeit kaufen und verkaufen können. Der Spot-Markt zeichnet sich durch sehr kurze Verrechnungsdauer aus. Der Aktien- und der Devisenmarkt sind Spot-Märkte. Bezogen auf die Verrechnungsdauer sind sie das Gegenteil zu Terminkontraktmärkten.

Spot-Kurs – Devisenmarktkurs einer Währung, der normalerweise innerhalb von zwei Werktagen (1 Tag für USD/CAD) verrechnet wird. Üblicherweise der Spot-Kurs derjenige Kurs, zu dem der Trade geschlossen wurde. Zu diesem Kurs wird der Vermögenswert in einem Zeitfenster von T + 2 Tagen verrechnet, einschließlich des Tages „T“ der Transaktion.

Spread – Punkte-Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs. Bei einem Forex-Trade ist die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs die Provision für den Broker. Marktkurse werden mit zwei Kursen angegeben: Auf der linken Seite der Geld- und auf der rechten Seite der Briefkurs. Wenn der EURUSD mit 1.2980/1.2983 notiert ist, dann ist der Spread die Differenz dieser beiden Kurse (gemessen in Pips) und folglich 3 Pips. Die Lot-Größe des Trades legt den finanziellen Wert des Spreads einer Währung fest. Bei liquiden Währungspaaren (z.B. EURUSD) sind Spreads geringer als in illiquiden Währungspaaren (wie z.B. EURNOK).

Stop-Loss – Die Order eines Kunden zur Schließung einer Position, wenn der Trade sich bis zu einem bestimmten Level entgegen der Erwartungen des Traders bewegt hat. Wird zur Verlustminimierung eingesetzt. In einigen Trading-Plattformen wird dies auf einer Seite der OCO-Order eingestellt. Auf anderen Trading-Plattformen wird eine Stop-Order bei einem aktiven Trade bzw. der Stop-Kurs während der Orderverarbeitung eingestellt.

Stop-Order – Order zum Kauf oder Verkauf einer Währung, wenn der Währungskurs ein bestimmtes Niveau erreicht oder überschreitet. Eine Stop-Order kann in zweierlei Weisen verwendet werden. Auf einigen Forex-Trading-Plattformen wird der Stop-Loss bei einem aktiven Trade eingestellt. Eine andere Art ist die Nutzung der Stop-Order bei Kursausbrüchen. Durch das Setzen einer Stop-Order jenseits des entscheidenden Niveaus (bei Long-Trades oberhalb des Widerstands und bei Short-Trades unterhalb der Unterstützung) kann der Trader auch dann von den entscheidenden Niveaus profitieren, wenn er nicht vor seinem Computer sitzt.

Stop-Out-Level – Kursniveau, an dem der Broker alle Positionen des Traders automatisch schließen wird, weil sich das Eigenkapital auf dem Account einem kritischen Stand nähert. Wenn das Margin-Level niedriger als das Stop-Out-Level ist, wird der Stop-Out zum Marktkurs ausgeführt.

Stop-Limit-Order – Stop-Order, die für einen Vermögenswert ein Kurslimit anzeigt, so dass die Order zu einer Limit-Order wird und nicht als Marktorder ausgeführt wird.

Swap – Zahlung für den Übertrag offener Positionen über Nacht. Kann sowohl positiv als auch negativ sein. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist die Zahlung dreimal so hoch. Die Swap-Zahlung erfolgt auf Grundlage der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen des Währungspaares, das auf den nächsten Handelstag übertragen wird. Der Swap ist positiv, wenn der Trader eine Long-Position mit hohem Zinssatz hat, und negativ bei einer Short-Position für eine ertragreiche Währung (bzw. Long für eine ertragsschwache Währung).

T

Take-Profit-Order – Anweisung des Kunden zum Kauf oder Verkauf eines Währungspaares, die bei Ausführung zu einer Größenminimierung der bestehenden Position und einer Gewinnmitnahme führt. Diese Order wird verwendet, wenn die Position zugunsten des Traders verlaufen ist und sie daher geschlossen werden soll. Die Ausführung erfolgt zu einem geeigneten Kurs im „Take Profit“-Tab während der Orderausführung (MT4) oder durch Nutzung des anderen Endes einer OCO-Order.

Tick – Kleine Veränderung eines Wertpapierkurses. Bei einem Broker mit vierstelliger Kursnotierung entspricht ein Tick einer Bewegung von einem Pip.

Tiefe des Marktes – Maß für die Größe und Anzahl offener Positionen auf Käufer- und Verkäuferseite für einen Vermögenswert zu verschiedenen Kursen. Diese Informationen dienen als Maßstab für die Marktliquidität und ebenso als Grunddaten in den Orderbüchern, die Tradern mit Trading-Plattformen des Levels II verfügbar sind. Eine weitere Definition beschreibt die Markttiefe als die Anzahl der Einheiten eines Vermögenswertes, die ohne signifikante Kursveränderung erworben werden können. Mit anderen Worten muss in diesem Fall eine große Order getätigt werden, bevor sich der Kurs des Vermögenswertes signifikant verändert.

Trend – Richtung der Marktbewegung. Wenn der Kurs eines Vermögenswertes oder Marktes steigt, geht der Trend nach oben. Wenn der Kurs eines Vermögenswertes oder Marktes sinkt, geht der Trend nach unten. Wenn der Kurs eines Vermögenswertes für einen ausreichenden Zeitraum gehedgt wird, geht der Trend seitwärts und der Vermögenswert befindet sich in einer Konsolidierung.

U

Über Nacht – Offene Position, die auf den nächsten Tag übertragen wird. Manchmal werden Positionen über Nacht belassen, um von der Zinsdifferenz einer Long-Position starker Währungen zu profitieren. Swing-Trader und Positions-Trader, die Positionen für Tage und Wochen offen halten, halten aufgrund ihres Trading-Stils Positionen über Nacht. Intraday-Trader lassen keine Positionen über Nacht offen.

Überverkauft – Technisch-analytischer Begriff zur Beschreibung einer Situation, in der ein Währungspaar so tief gefallen ist, dass für diesen Kurs eine Marktkorrektur nach oben zu erwarten ist. Wenn Trader einen Vermögenswert als überverkauft erkennen, werden Verkäufer seltener und Käufer häufiger, so dass der Kurs nach oben bewegt wird.

Upside and Downside Ratio – This is the ratio of the volume of assets that ended he day higher to those that ended the day lower. The upside/downside ratio is commonly used in the New York Stock Exchange as an indicator of trends, with a higher ratio indicative of an uptrend.

Umsatz – Gesamtvolumen aller durchgeführten Transaktionen eines bestimmten Zeitraums. Kann auch als aggregierte Kosten aller Trading-Deals innerhalb eines bestimmten Zeitfensters bezeichnet werden. Der durchschnittliche Tagesumsatz auf dem Forex-Markt beträgt ca. 4 Billionen $.

Up-Volume – Volumen eines Vermögenswertes, das am Ende des Tages höher steht als zu Beginn des Tages. Wenn der Schlusskurs eines Vermögenswertes höher als er Eröffnungskurs ist, wird das gesamte Trading-Volumen als „Up-Volume“ bezeichnet.

V

Variable Spread – Variable Spreads sind ein Merkmal der ECN-Umgebung und beschreiben einen Zustand, in dem die Differenz zwischen Geld- und Briefkursen eines Währungspaares entsprechend der Nachfrage nach dem Währungspaar und der Volatilität variieren.

Verkauf-Limit-Order – Order zur Ausführung einer Transaktion zu einem bestimmten Kurs (dem Limit) oder höher. Die Verkauf-Limit-Order wird von bearishen Tradern angewendet, die erwarten, dass der Vermögenswert bis zum nächsten Widerstandspunk steigt, bevor er seinen Abwärtstrend fortsetzt. Ein Verkauf-Limit ist eine ausstehende Order und stellt sicher, dass der Trader von einem Vermögenswert profitiert, der noch einen kurzen Aufwärtsimpuls hat.

Verlust – Situation, in der der Kurs eines Währungspaares entgegen der Position eines Traders verläuft. Die Schließung eines solchen Trades führt zu einem Eigenkapitalverlust des Traders. Wenn ein Trader zum Beispiel eine Long-Position auf den EURUSD zu 1.2908 aufnimmt, ein Gewinnziel von 1.2958 und einen Stop-Loss von 1.2868 setzt und die Währung bis auf 1.2868 nachgibt, hat der Trader einen Verlust erlitten.

Verlust – Situation, in der der Kurs eines Währungspaares entgegen der Position eines Traders verläuft. Die Schließung eines solchen Trades führt zu einem Eigenkapitalverlust des Traders. Wenn ein Trader zum Beispiel eine Long-Position auf den EURUSD zu 1.2908 aufnimmt, ein Gewinnziel von 1.2958 und einen Stop-Loss von 1.2868 setzt und die Währung bis auf 1.2868 nachgibt, hat der Trader einen Verlust erlitten.

Vermögenswert – Gegenstand mit einem Handelswert oder Tauschwert. Der Handelswert einer Ware ist nicht festgelegt, sondern unterliegt aufgrund von Angebot und Nachfrage von Zeit zu Zeit einer Veränderung. Die Veränderung des wahrgenommenen Wertes verleiht der Ware ihre ökonomische und wirtschaftliche Bedeutung. Die Finanzmärkte bieten eine standardisierte Plattform, auf der Vermögenswerte zu einem Kurs getauscht werden, der durch den Wettbewerb der Trader und ihrer Vermittler festgelegt wird.

Verzögerung – Sie tritt auf wenn bei einer Markt- oder Stop-Loss-Order eine Ausführung zum gewünschten Kurs (oder einem naheliegenden Kurs) nicht möglich ist. Dies kann aus folgenden Gründen geschehen: Der Marktkurs bewegt sich einfach zu schnell, der Markt ist nicht liquide, oder Sie haben es mit einem unmotivierten Broker zu tun. Verzögerungen geschehen üblicherweise auf sehr volatilen Märkten (z.B. bei einem systematischen Effekt, der zum Fall des gesamten Marktes, Vermögenswertes oder der Währung und somit zu einer Situation führt, in der kein Trader die Position zum Stop-Loss erwirbt). Manchmal passiert die Verzögerung, weil Broker zuerst große Handelsordern institutioneller Trader ausführen, was anschließend zu einer großen Kursbewegung führt.

Vierstellige Kursfestsetzung – In diesem System wird der Kurs eines Währungspaares mit 4 Nachkommastellen angegeben. Der Kurs für EURUSD bei vierstelliger Kursfestsetzung beträgt zum Beispiel 1.3109. Dieses Kursfestsetzungssystem wird zumeist von Marktmachern verwendet.

Volatilität – Indikator zur Beschreibung der Kursänderungstendenz. Wird in absoluten Werten 5$ ± 5$ oder relativ zum Anfangskurs 5$ ± 5% dargestellt. Volatilität ist ein Maß für die Kursänderungen eines Vermögenswertes in einem bestimmten Zeitraum. Ein Vermögenswert mit großen Kursschwankungen während eines kurzen Zeitraums wird als volatil bezeichnet. Volatilität selbst kann auch gemessen und als Vermögenswert gehandelt werden. Ein bekannter Volatilitätsindex ist der Volatility Index (VIX).

W

Währungspaar – Die Umrechnung basierend auf der Änderung einer Währung gegenüber einer anderen Währung. Ein Beispiel. Ein Beispiel für ein Währungspaar ist USD/JPY. Die Verkupplung von Währungen erfolgt, weil damit der auf dem Devisenmarkt gemessene Wechselkurs einer Währung gegenüber einer anderen Währung entsteht. Eine Währung kann nicht mit sich selbst gehandelt werden, aus diesem Grunde werden Währungen zu Paaren zusammengefügt, um damit den gegenseitigen Wechselkurs darzustellen. Die erstgenannte Währung eines Währungspaares ist die Basiswährung, während die zweite Währung als Gegenwährung bezeichnet wird.

Währung – Das von der Regierung herausgegebene Geld. Währungen haben sich im Laufe von Jahrhunderten entwickelt. Zunächst handelte man mit Körnern, in der weiteren Entwicklung wurden Werte wie Gold und Silber und schließlich geprägte Münzen und Papiergeld als Währungen erachtet. Eine Währung ist Form von Geld, die in einem Land als Tauschmittel eingesetzt wird. Geld ist als Währung bekannt, weil die herausgebende Behörde (die Zentralbank) zu einem bestimmten Zeitpunkt die im Umlauf befindliche Geldmenge festgelegt hat. Im Rahmen des Austausches von Gütern und Leistungen fließt das Geld von einer Person zur anderen, genau so wie ein Fluss, der von einem Punkt zum nächsten fließt.

Wave – Kurzbezeichnung für ein Währungspaar, das sich entgegen den allgemeinen Markttrend entwickelt. Diese Bewegung wird als Wave (Welle) gegen den Trend bezeichnet und geschieht üblicherweise durch Rückgänge. Diese passieren dort, wo Früheinsteiger Gewinnmitnahmen durchgeführt haben.

Wirtschaftliches Risiko – Das Risiko, dem die Finanzmittel eines Unternehmens aufgrund von Zins- und Wechselkursschwankungen ausgesetzt sind, insbesondere wenn ein Unternehmensbereich mit Fremdwährungen und grenzüberschreitenden Transaktionen zu tun hat. Üblicherweise besteht das wirtschaftliche Risiko aus dem regelmäßigen Geldwechsel der Landeswährung in eine Fremdwährung, oder der Kreditaufnahme von externen Finanzinstituten. In jedem Fall besteht ein wirtschaftliches Risiko wegen der schwankenden Zinssätze und Wechselkurse. Somit kann das Unternehmen bereits durch einen Währungstausch Geld verlieren, wenn die Landeswährung gegenüber der Fremdwährung schwächelt.

Z

Zentralisierter Markt – Zentralisierte Börse, in die sämtliche Orders auf dem Markt geleitet werden, ohne dass es weitere konkurrierende Börsen gibt, die Orders/Kursnotierungen empfangen. Von daher sind alle von dieser Börse empfangenen Kursnotierungen für alle Teilnehmer dieses Marktes gleich.

Zentralbank – Eine durch die nationale Regierung verwaltete Bank, die das Handeln von Finanzinstituten innerhalb ihrer Grenzen durch Anwendung der Geldpolitik reguliert. Zentralbanken sind für die Herausgabe der nationalen Währung und für die Überwachung der Geldversorgung verantwortlich. In einigen Fällen agieren Zentralbanken als Geldverleiher der letzten Instanz, um so die Notfallfinanzierung des nationalen Bankensystems zu gewährleisten.