Das Federal Open Market Committee (FOMC)

Die Operationen auf dem Freien Markt gehören zu den wichtigsten Instrumenten der Geld- und Kreditpolitik. Das The Federal Open Market Committee (FOMC) kauft und verkauft US-Staatsanleihen.

Staatsanleihen sind Schuldverschreibungen der US-Regierung und bekannt unter dem Begriff Treasuries. Sie werden als marktfähige und nicht-marktfähige Wertpapiere gehandelt. Marktfähige Wertpapiere sind:

  • Schatzwechsel werden üblicherweise mit Fälligkeitsterminen von 4,13, 26 und 52 Wochen und einem Nominalwert von 10.000 US-Dollar herausgegeben. Der Verkauf erfolgt wöchentlich im Einzelpreis-Auktionsverfahren;
  • Staatsanleihen sind mittel- oder langfristige Wertpapiere mit einem Nominalwert von mehr als 1000 US-Dollar.

Das FOMC muss sich mindestens vier Mal jährlich versammeln. Acht reguläre Versammlungen wurden pro Jahr in einem Intervall von fünf bis acht Wochen gehalten. Bei jeder Versammlung wählt das Komitee, welche Strategie in den Intervallen zwischen den Versammlungen gefahren wird. Aus diesem Grunde sind die Strategien stets vorausschauend.

Die Abstimmung zum Zinssatz findet bei jeder Versammlung statt. Die Abstimmung kann in folgenden Vereinbarungen resultieren: Erhöhung der Rate der Referenzpunkte, Belassen des aktuellen Stands, Senkung der Rate. Die größte Erhöhung seit 1990 fand am 15. November 1994 statt: Die Rate wurde um 75 Basispunkte erhöht. Die größte Senkung betrug 50 Basispunkte.

1 Basispunkt entspricht 1/100 Prozentpunkt.

Drei Wochen nach der Versammlung werden die Berichte veröffentlicht. Sie enthalten eine kurze Beschreibung der wirtschaftlichen Lage, ihre mögliche Entwicklung, die Entscheidung bezüglich der Zinssätze und eine allgemeine Vorhersage. Die Mitschriften der Jahresversammlungen werden mit einer Verzögerung von 5 Jahren veröffentlicht.

Mitglieder des FOMC

Das Komitee besteht aus sieben Mitgliedern des Bundesbankdirektoriums und fünf der zwölf Bundesbankpräsidenten. Der Bundesbankpräsident von New York ist stets Mitglied des Komitees, die anderen Präsidenten sind jeweils ein Jahr auf rotierender Basis im Amt. Alle Bundesbankpräsidenten, auch die Nicht-Mitglieder des FOMC, sitzen den Versammlungen des Komitees bei. Sie nehmen an Diskussionen teil und tragen zur Wirtschaftsbewertung des Komitees und den Strategieoptionen bei. Das Komitee trifft sich 8-mal im Jahr, ungefähr einmal je acht Wochen.

Die rotierenden Posten werden von den folgenden vier Bankengruppen besetzt, jeweils ein Bankpräsident von folgenden Gruppen:
  • Boston, Philadelphia, und Richmond;
  • Cleveland und Chicago;
  • Atlanta, St. Louis, und Dallas;
  • Minneapolis, Kansas City, und San Francisco.