Reserve Bank of New Zealand (RBNZ)

Die Reserve Bank of New Zealand wurde 1934 gegründet. Sie ist vollständig im Besitz der neuseeländischen Regierung, der Hauptsitz befindet sich in Wellington, Neuseeland. Sie ist einzigartig im Vergleich zu den Zentralbanken anderer Länder, weil ihre einzige Aufgabe in der Entscheidungsfindung in Sachen Geldpolitik besteht. Der derzeitige Gouverneur ist Graeme Wheeler.

Struktur der RBNZ

Das Direktorium der RBNZ beaufsichtigt die Aktivitäten des Gouverneurs und prüft die Finanzen der RBNZ. Das Gremium besteht aus sieben Mitgliedern.

Funktionen der RBNZ

Eine der Funktionen der RBNZ ist die Überwachung der Geldversorgung in Neuseeland. Sie gibt das gesetzliche Zahlungsmittel und die Münzen von Neuseeland heraus, und überwacht auch die Produktion, die Verteilung und das Angebot der neuseeländischen Währung. Die Bank ersetzt ebenso verschlissene oder beschädigte Banknoten. Die Bürger können ihre beschädigten Banknoten zur RBNZ bringen, wenn mehr als 50% der Banknote intakt ist. Die RBNZ übt die Kontrolle über die Geldpolitik aus. Dies geschieht nach alleinigem Ermessen des Gouverneurs, der durch das Gremium überwacht wird. Außerdem wahrt die RBNZ die Preisstabilität anhand der Official Cash Rate, welche Einfluss auf die neuseeländischen Zinssätze hat. Die Official Cash Rate ist eine Art Zinssatz, der als stabilisierender Mechanismus auf die Inflationsrate und die Darlehenszinsen der neuseeländischen Banken wirkt.

Eine weitere sehr wichtige Aufgabe der Reserve Bank of New Zealand ist die Wahrung der Stabilität im Bankensystem. Diese Aufgabe nimmt sie durch die Überwachung von Banken und die Durchführung von Bankentests wahr. So soll die Gesundheit des Bankensektors überprüft werden.