Schweizer Nationalbank (SNB)

Die Schweizer Nationalbank (SNB) ist die Zentralbank der Schweiz. Die Hauptaufgaben der 1907 gegründeten SNB bestehen in der Überwachung der der Geldpolitik und dem Druck der Confederatio Helvetica Franc (CHF) Banknoten. Die Hauptsitze der SNB befinden sich in Bern und Zürich.

Die Struktur der SNB

Der derzeitige Vorsitzende der Schweizer Nationalbank ist Thomas Jordan. Die Bank ist wie eine Kapitalgesellschaft mit Anteilseignern strukturiert. Deren Anteile können auf den Wertpapierbörsen gehandelt werden. Zu den Eigentümern der SNB gehören Privatpersonen (45%) und öffentliche Institutionen (55%). Es gibt einen Vorstand (den Verwaltungsrat), der als Management und Vollzugsorgan agiert. Der Rat besteht aus drei Mitgliedern: Dem Vorstandsvorsitzenden (Thomas Jordan), dem Vize-Vorstandsvorsitzenden (Jean-Pierre Danthine) und einem Vorstandsmitglied (Fritz Zurbrugg). Zusätzlich zum Verwaltungsrat gibt es Zentralbankrat, der die täglichen Aktivitäten der SNB beaufsichtigt. Die Anteilseigner treffen sich einmal jährlich (im April) zur Durchführung einer Hauptversammlung. Sie üben viel Macht aus und ernennen die Hälfte der Zentralbankrat-Mitglieder.

Die Funktionen der SNB

  • Die Hauptaufhabe der SNB ist die Geldpolitik. Die Aufgabe wird ausgeführt, indem Zinssätze festgesetzt und bei Bedarf die Wechselkurse des CHF relativ zu anderen Währungen festgelegt werden. Dies spiegelte sich wieder, als die Bank am 6. September 2011 die minimale Kursstützung für den EURCHF eingeführte, um die Überbewertung des Schweizer Franken zu mindern.
  • Druck und Verteilung der Schweizer Franken Banknoten und Überwachung des Angebots dieser Währung.
  • Verwaltung von schweizerischen Währungsreserven, den offiziellen Goldreserven und einiger fremder Regierungen.
  • Stabilisierung des schweizerischen Finanzsystems.
  • Aufbewahrung von Aufzeichnungen über die Transaktionen der schweizerischen Regierung.
  • Übernahme von Bankgeschäften für die schweizerische Regierung und ihrer Behörden.