Durchschnittliche Stundenlöhne

Erscheinungsdatum: Am ersten Freitag eines jeden neuen Monats
Erscheinungszeit: Meist um 9:00 Uhr US-Ostküstenzeit
Herausgeber: The Bureau of Labor Statistics


Der Durchschnittliche Stundenlohn ist ein von der halbstaatlichen Organisation Bureau of Labor Statistics im the US Department of Labour am ersten Freitag eines jeden Monats herausgegebener Bericht. Es handelt sich um einen Teil der Arbeitsmarktdaten, die jeden ersten Freitag im Monat veröffentlicht werden. Diese umfassen zudem die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft und die US-Arbeitslosenquote.

Der Bericht zum Durchschnittlichen Stundenlohn (m/m) misst die Änderung der kommerziellen Arbeitskosten mit Ausnahme der Landwirtschaft. Mit anderen Worten: Der Bericht misst jeden Monat die Veränderung der Löhne im nicht-landwirtschaftlichen Bereich.

Erscheinungsweise

Der Durchschnittliche Stundenlohn wird üblicherweise monatlich veröffentlicht und umfasst die Daten des vorangegangenen Monats in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika. Die Erscheinungszeit ist normalerweise um 9:30 Uhr US-Ostküstenzeit an jedem ersten Freitag im Monat. Diese Veröffentlichung ist Teil eines Pakets, das die Veränderung der Beschäftigtenzahl im nicht-landwirtschaftlichen Sektor und die Arbeitslosenquote umfasst. Im März 2014 wurde zudem die US-Handelsbilanz zeitgleich veröffentlicht. Informationen zur Pressemittelung können auf der Internetseite des Bureau of Labor Statistics, und anderen Nachrichtenquellen, wie beispielsweise Bloomberg und Thomas Reuters abgerufen werden.

Interpretation der Daten

Der Bericht zum Durchschnittlichen Stundenlohn ist eine der ersten im Monat veröffentlichten Publikationen und steht in Zusammenhang mit der Produzenten- und Konsumenteninflation. Der Erzeugerpreisindex (EPI) gehört zu den Inflationsdaten und misst den Anstieg der Kosten für Produktionsgüter. Die Einkommen der Arbeitskräfte (Löhne oder Gehälter) sind einer der Kostenfaktoren in der Produktion. Produzenteninflation führt dazu, dass die Produzenten die gestiegenen Kosten an die Konsumenten weitergeben, was wiederrum zur Konsumenteninflation führt. Die Zentralbank des betroffenen Staates wird dann unter Umständen beschließen, die Zinssätze zu erhöhen. Ein höherer Durchschnittlicher Stundenlohn ist daher gut für die betreffende Währung (USD), während sinkende Durchschnittliche Stundenlöhne einen negativen Einfluss haben. Die Auswirkung auf die Währung wird nicht sofort wahrgenommen, weil andere wichtige Nachrichtendaten (NFP und Arbeitslosenquote) schnellere und direktere Auswirkungen haben. Die Durchschnittlichen Stundenlöhne werden insbesondere dann beachtet, wenn die Daten zur Inflation veröffentlicht werden.

Im Falle der USA, deren Zinsen grundsätzlich nahe null liegen, würde ein Anstieg der Durchschnittlichen Stundenlöhne bewirken, dass die US-Notenbank aufgrund der Inflationsgefahr die Zinsen anheben könnte.

Als Handelsindikator ist dieser Bericht nicht von direkter Bedeutung. Die Relevanz erschließt sich aus der Fundamentalanalyse für den Handel des PPI und Berichte zum Konsumentenpreisindex CPI, die später im Laufe des Monats veröffentlicht werden.

Fazit

Der Durchschnittliche Stundenlohn ist ein Maßstab für die Arbeitskosten. Höhere Arbeitskosten führen dazu, dass die Produzenten diese Kosten an die Konsumenten weitergeben müssen, was wiederum zu Konsumenteninflation und einer höheren Wahrscheinlichkeit für steigende Zinsen führt. Sinkende Arbeitskosten haben entsprechend den gegenteiligen Effekt.