Realeinkommen

Erscheinungsdatum: Normalerweise monatlich, etwa zur Monatsmitte
Erscheinungszeit: 8.30 Uhr EST
Herausgeber: US-Amt für Arbeitsmarktstatistik


Der Bericht zu den Realeinkommen wird monatlich von dem US-Amt für Arbeitsmarktstatistik beim US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Er misst die inflationsbereinigte Veränderung der wöchentlichen Einnahmen der Beschäftigten in den Vereinigten Staaten.

Real Earnings report on BLS website

Der Bericht über die Realeinkommen ist das Ergebnis einer Umfrage der Current Employment Statistics (CES). Es handelt sich um eine monatliche Umfrage, die sich auf Beschäftigung, Gehaltsabrechnung und Wochenarbeitsstunden bezieht. Einige der erhobenen Daten werden saisonal bereinigt, so dass sie für den Vergleich mit einem Monats des Vorjahreszeitraums sowie für die Mittelwertbildung von Stunden- und Wochenlöhnen verwendet werden können.

Das Bericht zu den Realeinkommen ist wie folgt aufgegliedert:

  • Aktuelle Realeinkommen (konstant 1982-1984 in Dollar) von Beschäftigen in der Produktion und von Nicht-Führungskräften außerhalb der Landwirtschaft (saisonal bereinigt).
  • Aktuelle Realeinkommen (konstant 1982-1984 in Dollar) von allen Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (saisonal bereinigt).
  • Real-Stundenlöhne für Beschäftigte in der Produktion und Nicht-Führungskräfte.

Section of Real Earnings Report for March 2014
Ausschnitt des Berichtes zum Realeinkommen für März 2014

Erscheinungszeit

Der Bericht zu den Realeinkommen wird normalerweise monatlich veröffentlicht, etwa gegen Mitte des neuen Monats um 8:30 Uhr EST. Die Veröffentlichung erfolgt zeitgleich mit dem Kern-Verbraucherpreisindex. Die Daten werden auf der Website des US-Amtes für Arbeitsmarktstatistik und bei unabhängigen Nachrichtenagenturen wie Bloomberg und Thomas Reuters veröffentlicht. Die in der Schlagzeile veröffentlichten Daten beziehen sich auf die Veränderung gegenüber des Vormonats. Die auf Jahreswerte umgerechneten Veränderungen gegenüber den Vorjahren werden auch veröffentlicht.

Interpretation der Daten

Die Daten zum Realeinkommen haben einen Einfluss auf die Frage, welchen Stellenwert die Arbeitskosten bei den Unternehmen einnehmen. Auch die Verbraucherinflation hängt davon ab, ob die Löhne steigen oder fallen.

Wenn die Realeinkommen steigen, können die Beschäftigten mehr ausgeben. Aus diesem Grunde steigen die Verbraucherausgaben. Dies wird irgendwann Inflationsdruck auf die Wirtschaft ausüben und ist daher für den USD positiv.

Falls die Realeinkommen sinken, werden die Verbraucherausgaben ungünstig beeinflusst. Der Inflationsdruck auf die Wirtschaft fällt ab.

Es gibt jedoch auch einen anderen Blickwinkel darauf. Wenn die Realeinkommen steigen, hat das negative Auswirkungen auf die Unternehmenseinnahmen. Neueinsteillungen werden reduziert oder können ganz ausbleiben. Geringere Realeinkommen ermöglichen den Unternehmen, weiteres Personal einzustellen. Somit hängt alles davon ab, wie die wichtigsten ökonomischen Indikatoren zur gegebenen Zeit stehen. Im ersten Quartal des Jahres 2014 ist die Beschäftigung mehr eine Frage der wirtschaftlichen Lage in den USA als eine Frage der Inflation.

Der Bericht zum Realeinkommen hat geringe Marktauswirkungen und ist daher nicht direkt handelbar. Dies ist der Fall, weil er Daten vom Bericht zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft und dem gleichzeitig veröffentlichten Kern-Verbraucherpreisindex enthält (der große Marktauswirkungen hast und den Bericht zum Realeinkommen somit überschattet).