Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank wurde am 1. Januar 1999 gegründet. Ihre Zentrale befindet sich in Frankfurt am Main. Die Aufgabe der EZB besteht darin, die Preise im Euroraum stabil zu halten. Mit anderen Worten, die Inflation soll niedriger als 2% gehalten werden.

Das europäische Zentralbankensystem besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken:

  • Banque Nationale de Belgique;
  • Deutsche Bundesbank;
  • Bank of Greece;
  • Banco de España;
  • Banque de France;
  • Institut Monetaire Luxembourgeois.
Alle Hauptaufgaben der EZB, wie zum Beispiel die Zinsregulierung, Wechseln zum Diskont usw. werden von dem Direktorium wahrgenommen.

Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus sechs Mitgliedern. Es wird vom Präsidenten, dem Vizepräsidenten und den Direktoren aller nationalen Zentralbanken besetzt. Die Kandidaten werden von dem Direktorium vorgeschlagen müssen dann von dem Europäischen Parlament und den europäischen Staatsoberhäuptern akzeptiert werden. Der Präsident wird für eine Amtszeit von 8 Jahren ernannt.

Das Direktorium

Das Direktorium wird vom Präsidenten, und vom Vizepräsidenten zusammen mit den Präsidenten aller nationalen Zentralbanken ernannt. Traditionsgemäß sind vier der sechs Mitglieder Repräsentanten der großen Zentralbanken von Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien.

Nur Mitglieder des Direktoriums haben das Wahlrecht. Um es wahrzunehmen, müssen sie persönlich oder per Telefonkonferenz anwesend sein. Ein Mitglied kann einen Vertreter ernennen, wenn er für längere Zeit nicht in der Lage ist, an Versammlungen teilzunehmen.

Damit eine Wahl durchgeführt werden kann, müssen zwei Drittel aller Mitglieder anwesend sein. Es kann jedoch eine Notsitzung ohne Mindestteilnehmerzahl anberaumt werden. Entscheidungen werden durch einfache Mehrheit getroffen. Im Falle einer Pattsituation zählt die Stimme des Präsidenten. Fragen zu den Vermögenswerten der EZB und die Verteilung der Gewinne werden auch durch Wahlen gelöst. Die Gewichtung der Stimmen erfolgt dann proportional zu den Kapitalstock der einzelnen Nationalbanken in der EZB.